Solange die entscheidenden Abläufe in Köpfen stehen, ist jedes Wachstum ein Risiko und jeder Urlaub ein Problem. Wir entfernen Doppelarbeit, klären Verantwortlichkeiten und bauen Abläufe, die auch beim dreifachen Volumen tragen, dokumentiert und über Kennzahlen gesteuert.
Fast jeder Mittelständler arbeitet mit einer Organisation, die für die halbe Größe gebaut wurde. Was mit zehn Leuten funktioniert hat (kurze Wege, Absprachen im Vorbeigehen), wird bei dreißig zur Fehlerquelle.
Zwei, drei Personen wissen, wie es wirklich läuft. Fällt eine davon aus, steht der Bereich. Einarbeitung dauert Monate und läuft über Zuschauen.
Dieselben Daten werden dreimal erfasst: im Angebot, im Auftrag, in der Rechnung. Jede Erfassung ist eine Fehlerquelle und kostet Zeit, die niemand bucht.
Jeder ist irgendwie zuständig, niemand entscheidet. Vorgänge bleiben liegen, weil unklar ist, wer sie weiterbewegt und die Geschäftsführung wird zum Flaschenhals.
Aufgenommen wird nicht, wie der Prozess gedacht war, sondern wie er tatsächlich läuft, am Arbeitsplatz, mit den Menschen, die ihn ausführen.
| Kernprozess | Was wir aufnehmen | Typischer Befund |
|---|---|---|
| Anfrage bis Angebot | Eingangskanäle, Erfassung, Rückfragen, Kalkulation, Freigabe, Versand, Nachfassen | Tage Liegezeit bei Minuten Bearbeitungszeit; kein definiertes Nachfassen |
| Auftrag bis Leistung | Übergabe aus dem Vertrieb, Planung, Disposition, Material, Ausführung, Abnahme | Informationsverlust an der Übergabe; Rückfragen ersetzen die Auftragsakte |
| Leistung bis Geld | Aufmaß, Leistungserfassung, Rechnungsstellung, Mahnwesen, Reklamation | Verzögerte Rechnungsstellung als größter unbemerkter Liquiditätsfresser |
| Einkauf & Material | Bedarfsmeldung, Lieferantenauswahl, Bestellung, Wareneingang, Rechnungsprüfung | Bestellungen ohne Freigabegrenze; Preisvergleiche aus Zeitmangel unterlassen |
| Personal & Einarbeitung | Bedarf, Recruiting, Onboarding, Einarbeitungsplan, Übergaben, Austritt | Keine dokumentierte Einarbeitung; Wissen verlässt mit der Person das Haus |
Ergebnis der Aufnahme ist eine Prozesslandkarte mit Durchlaufzeiten, Liegezeiten, Systembrüchen und Fehlerquellen, die Grundlage für alles Weitere, auch für Automatisierung.
Ordnung entsteht nicht durch ein Organigramm, sondern durch Entscheidungen, die schriftlich festgehalten und danach gelebt werden.
Alle Kernprozesse in einer Übersicht, mit Schnittstellen, Verantwortlichen und Systemen. Die Karte, auf der jede Diskussion stattfindet.
Neu geschnittene Abläufe ohne Doppelerfassung und ohne unnötige Freigabeschleifen, entworfen für das dreifache Volumen, nicht für heute.
Wer entscheidet, wer liefert zu, wer wird informiert. Jede Rolle mit Aufgaben, Befugnissen und Vertretung, unabhängig von Personen beschrieben.
Kurze, bebilderte Anleitungen für wiederkehrende Tätigkeiten. Ein neuer Mitarbeiter arbeitet damit ab Tag eins mit, statt zuzuschauen.
Durchlaufzeit, Fehlerquote, Auslastung, Termintreue. Wenige Kennzahlen mit klarer Quelle, festem Turnus und einem Verantwortlichen je Zahl.
Tägliche Kurzabstimmung, wöchentliche Steuerung, monatliche Zahlen. Feste Agenda, feste Teilnehmer, protokollierte Entscheidungen.
Wir ändern nicht alles gleichzeitig. Zuerst der Prozess, der das Ergebnis am stärksten begrenzt, dann der nächste.
Ist-Prozesse am Arbeitsplatz erfassen, Zeiten messen, Systembrüche dokumentieren.
Soll-Prozess mit den Beteiligten entwerfen, Doppelarbeit streichen, Verantwortung setzen.
Pilotbereich, Schulung, Begleitung im Alltag, Nachjustierung nach den ersten Wochen.
Ein Ablauf, der mehr Volumen aufnimmt, ohne dass proportional Personal dazukommt.
In inhabergeführten Unternehmen laufen fast alle Entscheidungen über eine Person. Das ist schnell, bis es das Wachstum begrenzt. Wir lösen diesen Knoten in vier Schritten.
| Schritt | Maßnahme | Wirkung |
|---|---|---|
| 1 · Entlastung | Alle Entscheidungen einer Woche erfassen und in wiederkehrend, delegierbar und Chefsache sortieren | Sichtbar wird, wie viel Zeit für Vorgänge draufgeht, die nie zur Geschäftsführung gehört hätten |
| 2 · Befugnisse | Freigabegrenzen für Angebote, Rabatte, Einkauf und Personal schriftlich festlegen | Entscheidungen fallen dort, wo der Vorgang liegt, ohne Rückfrage nach oben |
| 3 · Führungsebene | Bereichsverantwortliche benennen, einarbeiten und mit eigenen Kennzahlen ausstatten | Verantwortung wird tragfähig, weil sie an einer Zahl gemessen wird und nicht an Zuruf |
| 4 · Steuerung | Feste Berichtslinien, Wochentermin, Monatszahlen, dokumentierte Entscheidungen | Die Geschäftsführung steuert über Zahlen statt über Anwesenheit im Tagesgeschäft |
Für Unternehmen mit internationaler Struktur ist dieser Schritt Pflicht: Eine Auslandsgesellschaft mit echter Substanz braucht eine Geschäftsführung, die tatsächlich vor Ort entscheidet und das dokumentiert. Siehe Steuerstruktur & Vermögensaufbau.
Deshalb liegt alles in einer Hand und jede Säule steht auf demselben Fundament.
30 Minuten über Ihre Kernprozesse, Ihre Engpässe und die Frage, was passiert, wenn Sie zwei Wochen nicht erreichbar sind. Mit einer klaren Einschätzung am Ende.